FUKnews 2/2018

Liebe Leserinnen und Leser,


als Niedersächsische Sozialministerin stehe ich auch vor der Herausforderung, angesichts neuer gesellschaftlicher Entwicklungen das Thema soziale Gerechtigkeit neu zu definieren und weiterzuentwickeln.
Die Satzungsänderung, die ich Ihnen an dieser Stelle vorstellen möchte, ist ein Beispiel dafür. Bisher galt der Schutz der Feuerwehr-Unfallkasse Niedersachsen bei Todesfall nur für verheiratete Paare. Als am 5. September 2017 zwei Angehörige einer Freiwilligen Feuerwehr bei dem Versuch, einem anderen Menschen das Leben zu retten, tödlich verunglückten, wurde dieses Thema aktuell. Denn einer der beiden Feuerwehrleute lebte mit seiner Partnerin unverheiratet zusammen. Ein Lebens- und Partnerschaftsmodell, das in unserer Gesellschaft weit verbreitet ist, sich aber in den Statuten der Feuerwehr-Unfallkasse nicht widerspiegelte.
Daraufhin hat die Vertreterversammlung im Frühjahr 2018 in enger Abstimmung mit dem Sozialministerium eine freiwillige Satzungsänderung beschlossen. Diese sieht vor, dass Hinterbliebene, die mit der oder dem verstorbenen Feuerwehrangehörigen in häuslicher Gemeinschaft – aber unverheiratet – zusammen lebten und ein oder mehrere gemeinsame Kinder haben, Anspruch auf eine Einmalzahlung in fünfstelliger Höhe erhalten.
Diese Änderung trägt modernen, zeitgemäßen Vorstellungen von Partnerschaft und Familie Rechnung. Die soziale Sicherung darf nicht vom Trauschein abhängen. Wer Verantwortung übernimmt, ob privat oder im Ehrenamt, darf nicht dafür bestraft werden.
Deshalb freue ich mich sehr, dass diese Satzungsänderung nun auf den Weg gebracht wird. Allen Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehren bei uns in Niedersachsen wünsche ich alles Gute für ihr wichtiges Engagement.

Ihre
Dr. Carola Reimann
Niedersächsische Ministerin für Soziales,
Gesundheit und Gleichstellung

KONTAKT

Feuerwehr-Unfallkasse Niedersachsen

Bertastr. 5
30159 Hannover

Prävention: 0511 9895-556
Versicherungsschutz: 0511 9895-557
Allgemein: 0511 9895-555

Mail: info@fuk.de

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